Keine Präsenzveranstaltung stattdessen schriftliches Umlaufverfahren

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben nun auch die Abläufe rund um die Vertreterversammlung erreicht, sodass eine Durchführung der Vertreterversammlung in der gewohnten Form nicht möglich ist. Die reguläre Präsenzveranstaltung zur Beschlussfassung findet daher nicht statt. Nach dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie Artikel 2 § 3 können abweichend von § 43 Absatz 7 Satz 1 des Genossenschaftsgesetzes Beschlüsse der Mitglieder auch dann schriftlich oder elektronisch gefasst werden, wenn dies in der Satzung nicht ausdrücklich zugelassen ist. Auf dieser Gesetzesgrundlage haben Aufsichtsrat und Vorstand am 11. Mai 2021 die Entscheidung getroffen, die Vertreterversammlung 2021 durch ein schriftliches Umlaufverfahren zu ersetzen. Vom Umlaufverfahren spricht man, wenn Beschlüsse ohne Zusammenkunft auf schriftlichem Wege gefasst werden.

Die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung wird daher in Form eines schriftlichen Umlaufverfahrens durchgeführt. Alle Vertreter wurden darüber schriftlich informiert. Das Umlaufverfahren beginnt am 28.05.2021, dieser Tag gilt als Tag der Einberufung der Vertreterversammlung, und endet am 28.06.2021 mit der Beschlussfassung. Alle Vertreter haben fristgemäß am 28.05.2021 alle erforderlichen Unterlagen erhalten. Zur Sicherstellung der Informations- und Beteiligungsrechte wird den Vertretern eine Frist von mehr als zwei Wochen eingeräumt (28.05. – 13.06.2021), in der sie ihr Rede-, Frage-, Antrags- und Auskunftsrecht schriftlich oder per Mail gegenüber dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat wahrnehmen können. Mit der Frist von einer weiteren Woche müssen Aufsichtsrat und Vorstand auf die eingegangenen Schriftsätze der Vertreter reagieren. Hierzu wird eine „Frage-/Antwort-Liste“ erstellt, die allen Vertretern bis zum 20.06.2021 zugestellt wird.

Der 28.06.2021 wurde als Tag der Beschlussfassung festgelegt. Die Stimmabgabe erfolgt schriftlich mittels Stimmzettel zur Beschlussfassung, bis spätestens am 27.06.2021, 24:00 Uhr.

Die Vertreter werden über Folgendes beschließen:

1 / 2021 Die Vertreter nehmen gemäß Satzung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – § 35 Abs. (2) Buchstabe a) den Lagebericht des Vorstandes (siehe Geschäftsbericht 2020, Seiten 10-25) zur Kenntnis.
2 / 2021 Die Vertreter nehmen gemäß Satzung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – § 35 Abs. (2) Buchstabe b) den Bericht des Aufsichtsrates (siehe Geschäftsbericht 2020, Seiten 8-9) zur Kenntnis.
3 / 2021 Die Vertreter stellen entsprechend der gegebenen Satzung § 35 Abs. (1) Buchstabe b)

die Bilanz der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – per 31.12.2020 mit einer Bilanzsumme von 88.905.534,70 EUR
sowie
die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 mit einem Jahresfehlbetrag von 959.530,80 EUR fest.

4 / 2021 Die Vertreter beschließen, den Jahresfehlbetrag von 959.530,80 EUR aus den Ergebnisrücklagen (Sonderrücklage) gemäß § 42 der Satzung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – zu entnehmen.

5 / 2021 Gemäß Satzung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – § 35 Abs. (1) Buchstabe f) wird dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 Entlastung erteilt.

6 / 2021 Gemäß Satzung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – § 35 Abs. (1) Buchstabe f) wird dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2020 Entlastung erteilt.

7 / 2021 Gemäß Satzung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – § 35 Abs. (2) Buchstabe c) wird das Ergebnis des Berichtes vom 9. September 2020 über die gesetzliche Prüfung der Genossenschaft – Wohnungsverein Dessau eG – zum Geschäftsjahr 2019 gemäß § 53 Genossenschaftsgesetz durch den Verband der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt e.V. – Gesetzlicher Prüfungsverband – bestätigt (siehe Geschäftsbericht 2020, Seiten 36-38).
8 / 2021 Die Vertreter beschließen, die Vergütung des Aufsichtsrates für das Jahr 2021 in Höhe von 25.500,00 EUR festzusetzen.

Nach der Beschlussfassung werden die Auseinandersetzungsguthaben ausgekehrt.